Die Pension
Fontana oberhalb Passugg wird Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Das Haus ist
wie rund ein Dutzend ähnlicher Pensionen und Hotels in Sichtweite zum berühmten
Kurhaus Passugg platziert. Mehrere Jahrzehnte lang ist es ein beliebtes
Kurhotel.
Dorothea Brüesch,
die letzte Erbin, bestimmt 1983 testamentarisch, dass es künftig durch
Gehörlose und Hörbehinderte genutzt werden soll. Während neun Jahren ist die
Liegenschaft mit allen Gebäuden im Besitz des Bündner Hilfsvereins für
Gehörlose. 1993 wird das Anwesen von der im selben Jahr gegründeten
Genossenschaft Fontana Passugg mit dem Zweck erworben, es für die Gehörlosen-
und Hörbehindertenwelt zu erhalten.
In der Folge
verwirklichen Gehörlose, Schwerhörige und Ertaubte in der Schweiz gemeinsam mit
Hörenden in einem grossartigen Selbsthilfeprojekt ihre Vision eines Bildungs-
und Kulturhauses. Für 10'000 Gehörlose, 700'000 Schwerhörige und 3'000 Ertaubte
entsteht ein sehr beliebtes Begegnungs- und Bildungszentrum. Die Kurse haben
weiterbildenden Charakter, fördern aber auch ganz gezielt das
Gemeinschaftserlebnis zwischen Gehörlosen, Hörbehinderten und Hörenden.


